Die Möglichkeit des Widerrufs von Verbraucherdarlehensverträgen wird nach dem 21.06.2016 für Immobiliardarlehensverträge, die zwischen 2002 und 2010 geschlossen wurden, erheblich eingeschränkt.

Verbraucher haben grundsätzlich beim Abschluss von Darlehensverträgen eine 14-tägige Widerrufsfrist. Diese Frist wird jedoch nur dann in Gang gesetzt, wenn die Bank den Verbraucher ordnungsgemäß über das Recht zum Widerruf des Vertrages belehrt hat.

Viele Banken haben jedoch die Verbraucher nicht ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht informiert, sodass die Frist erst gar nicht in Gang gesetzt wurde. Das gab dem Verbraucher im Ergebnis ein zeitlich unbegrenztes Widerrufsrecht.

Diese Möglichkeit schränkt der Gesetzgeber nun mit Wirkung zum 21.06.2016 für Immobiliendarlehensverträge ein. Bei neu geschlossenen Immobiliendarlehensverträgen soll das Widerrufsrecht in Zukunft spätestens nach zwölf Monaten und vierzehn Tagen erlöschen, selbst wenn keine oder nur eine fehlerhafte Belehrung erfolgte. Bereits geschlossene Immobiliardarlehens­verträge aus den Jahren 2002 bis 2010, denen eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung zugrunde liegt, können seit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 21. März 2016 nur noch drei Monate, also bis zum 21.06.2016, widerrufen werden.

Verbraucher, die in dieser Zeit Kreditverträge geschlossen haben, sich aber von diesem Vertrag zum Beispiel aufgrund zu hoher Zinsen lösen oder neu verhandeln möchten, sollten daher ein möglicherweise noch bestehendes Widerrufsrecht zeitnah vor dem 21.06.2016 überprüfen lassen. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich.

 

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