In Schweden werden erkrankte Personen bereits seit einiger Zeit nicht mehr voll krank geschrieben, sondern auch nur zu einem gewissen Prozentsatz, also zu 25%, 50% oder 75% für arbeitsunfähig erklärt.
Erkrankte Personen können dadurch dann zu 75%, 50% oder 25% weiterhin arbeiten gehen. Damit soll zum einen das verbleibende Restleistungsvermögen der Betroffenen genutzt werden, zum anderen sollen damit negative soziale und finanzielle Folgen verhindert werden, die zum Beispiel durch eine langsame Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag entstehen können.

Deutschland kennt bisher bei Krankheit nur einen hundertprozentigen Ausfall der Arbeitskraft, das heißt der Betroffene ist voll arbeitsunfähig und erhält voll Krankengeld. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat dem Bundesgesundheitsminister im Dezember letzten Jahres nun ein entsprechendes Sondergutachten vorgelegt, das zum oben genannten Modell Stellung bezieht und dieses empfiehlt.

Es bleibt abzuwarten, ob die entsprechenden Vorschläge Einzug ins deutsche System finden.

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